Broker-Vergleich 2025: Die besten Depots für DACH

Trade Republic, Scalable Capital, Flatex, ING DiBa, Swissquote, Yuh, Easybank und mehr im direkten Vergleich — nach Kosten, ETF-Auswahl, Sparplan und App-Qualität.

Die 8 wichtigsten DACH-Broker im Überblick

Die Wahl des richtigen Brokers kann langfristig einen erheblichen Unterschied machen. Selbst 0,5% weniger an Jahresgebühren ergeben auf 30 Jahre bei einem Depot von 50.000 Euro einen Unterschied von über 25.000 Euro (bei 7% Rendite p.a.). Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Anbieter nach Standardkriterien.

Hinweis: Gebühren und Konditionen ändern sich regelmäßig. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand: 2024/25. Bitte aktuelle Konditionen direkt beim Anbieter prüfen, bevor ein Depot eröffnet wird.
Broker Land Depotgebühr Ordergebühr Sparplan-Rate ETF-Auswahl Handelsplätze Einlagensicherung App
Trade Republic DEAT Kostenlos 1 € / Trade Ab 1 € ~2.400 ETFs Gettex, LS Exchange 100.000 € (FSCS/BAFIN) ★★★★★
Scalable Capital DEAT Kostenlos / 2,99 €/Monat (Prime) 0,99 € (Free) / unlimitiert (Prime) Ab 1 €, kostenlos ~2.500 ETFs Gettex, Xetra (Prime) 100.000 € (EdB) ★★★★☆
ING DiBa DE Kostenlos 4,90 € + 0,25% (min. 4,90 €) Ab 1 €, kostenlos ~1.000 ETFs Xetra, Gettex, internationale 100.000 € (EdB) ★★★★☆
Comdirect DE Kostenlos (ab Bedingungen) 12,90 € + 0,25% (mind. 12,90 €) Ab 25 €, kostenlos ~1.200 ETFs Xetra, alle dt. Börsen, int. 100.000 € (EdB) ★★★☆☆
Flatex DEAT 0 €/Jahr (bis 2026: 0,1% p.a.) 3,90 € Flatrate / Trade Ab 25 €, 1,50 €/Ausführung ~1.500 ETFs Xetra, alle dt. Börsen, int. 100.000 € (CySEC/DE) ★★★☆☆
Swissquote CH Ab 200 CHF/Jahr (Depotwert abhängig) Ab 9 CHF / Trade Ab 100 CHF ~3.000 ETFs SIX, Euronext, NYSE, Nasdaq, int. 100.000 CHF (FINMA) ★★★★☆
Yuh CH Kostenlos 0,5% des Handelsvolumens (min. 1 CHF) Ab 25 CHF ~300 ETFs, ~3.000 Aktien SIX, US-Märkte 100.000 CHF (FINMA) ★★★★★
Easybank AT Kostenlos (mit Girokonto) 5,95 € / Trade Ab 20 €, 1,50 € Ausführung ~800 ETFs Xetra, Wiener Börse, int. 100.000 € (FGFE Österreich) ★★★☆☆

Für wen welcher Broker?

Trade Republic: Bester Neobroker für DE und AT

Trade Republic ist der größte Neobroker in Deutschland und Österreich. Mit nur 1 Euro Ordergebühr und kostenlosem Depot ist er besonders günstig für Einsteiger und Sparplan-Investoren. Die App ist sehr intuitiv und beliebt unter jüngeren Anlegern. Nachteil: Nur ein Handelsplatz (Gettex), keine umfangreiche Research-Plattform, keine Telefonberatung.

Ideal für:

Einsteiger, Sparplan-Anleger, mobile-first Nutzer, Anleger mit geringem Transaktionsvolumen

Scalable Capital: Flexibelster Neobroker

Scalable Capital bietet zwei Modelle: das kostenlose Modell mit 0,99 Euro pro Trade (ideal für gelegentliche Käufe) und das Prime-Abo für 2,99 Euro/Monat (unlimitierte Trades über Gettex, zusätzlich Xetra-Handel). Besonders attraktiv für aktive Anleger, die viele Trades machen. Sparplangebühren sind im kostenlosen Modell 0,99 Euro.

Ideal für:

Aktive Anleger mit regelmäßigen Trades, Nutzer die Xetra-Handel wünschen, Anleger die flexible Abo-Modelle schätzen

ING DiBa: Beste Direktbank für DE

ING DiBa verbindet ein gut geführtes Girokonto mit einem vollständigen Wertpapierdepot. Die Ordergebühren sind etwas höher als bei Neobroker (ab 4,90 Euro), dafür hat man Zugang zu mehr Handelsplätzen inklusive Xetra und internationalen Märkten. ETF-Sparpläne sind kostenlos. Bewährt für Anleger, die eine Direktbank als komplette Finanzlösung suchen.

Ideal für:

Anleger, die Girokonto und Depot bei einer Bank zusammenführen möchten, ETF-Sparplan-Investoren

Flatex: Günstig für häufige Trader

Flatex bietet eine Flatrate von 3,90 Euro pro Trade, unabhängig von der Ordergröße — damit ist er bei größeren Ordervolumina attraktiver als prozentuale Gebührenmodelle. Breiter Handelszugang zu deutschen und internationalen Börsen. Depotgebühren wurden 2023 eingeführt, was Flatex etwas weniger attraktiv als Neobroker machte. In Österreich (Flatex AT) sehr populär.

Ideal für:

Anleger in DE und AT, die häufig größere Orders aufgeben und breiten Börsenzugang schätzen

Swissquote: Bester Full-Service-Broker in der Schweiz

Swissquote ist der führende Schweizer Online-Broker mit Vollbanklizenz, breiter Produktpalette (Aktien, ETFs, Forex, CFDs, Krypto) und globalem Marktzugang. Die Gebühren sind deutlich höher als bei Neobroker, aber die Plattform ist umfangreich und professionell. Sehr gut geeignet für erfahrene Schweizer Anleger mit größeren Depots.

Ideal für:

Erfahrene Schweizer Anleger, internationale Aktien und Anleihen, Devisen und Kryptowährungen

Yuh: Bester Neobroker in der Schweiz

Yuh ist ein Gemeinschaftsprojekt von PostFinance und Swissquote und richtet sich an jüngere Schweizer Anleger. Die App ist sehr benutzerfreundlich, die Gebühren günstig (0,5% des Handelsvolumens, mindestens 1 CHF). Das Produktangebot ist kleiner als bei Swissquote, reicht aber für die meisten Einsteiger aus. Swissquote-Infrastruktur im Hintergrund bietet Sicherheit.

Ideal für:

Einsteiger in der Schweiz, mobile-first Nutzer, CHF-Anleger die einfache Bedienung schätzen

Easybank: Depot für österreichische Anleger

Easybank ist eine österreichische Direktbank mit vollständigem Depot-Angebot. Das Depot ist kostenlos bei aktivem Girokonto. Die Ordergebühren liegen bei 5,95 Euro pro Trade. ETF-Sparpläne sind ab 20 Euro möglich. Gut für österreichische Anleger, die ein Komplettangebot aus Girokonto und Depot bei einer österreichischen Bank suchen.

Ideal für:

Österreichische Anleger die Girokonto und Depot kombinieren möchten, ETF-Sparplan-Investoren in AT

Tipp für internationale Anleger: Interactive Brokers (IBKR) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar und bietet sehr günstige Konditionen für aktive Anleger mit globalem Marktzugang. Die Plattform ist komplexer als die genannten Neobroker, aber für erfahrene Anleger mit internationalen Investitionen sehr attraktiv. Ordergebühren ab 0,75 Euro (US-Aktien: ab 0,35 USD + Börsengebühren).

Häufige Fragen zum Broker-Vergleich

Welcher Broker ist für Einsteiger am besten?
Für Einsteiger in Deutschland und Österreich empfehlen sich Trade Republic (1 Euro Ordergebühr, einfache App, Sparplan ab 1 Euro) oder Scalable Capital (kostenlose Sparpläne, gute App, Xetra-Zugang im Prime-Modell). In der Schweiz ist Yuh eine sehr gute Wahl für Einsteiger: günstiger Neobroker der PostFinance und Swissquote, einfache Bedienung, CHF-Konto und Zugang zu den wichtigsten Märkten.
Was kostet ein Depot bei einem Neobroker?
Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital erheben keine jährliche Depotgebühr. Trade Republic berechnet 1 Euro pro Orderausführung über seinen Handelsplatz (Gettex). Scalable Capital bietet ein kostenloses Modell (Sparplan kostenlos, Trade 0,99 Euro) und ein Prime-Abo (2,99 Euro/Monat für unlimitierte Trades über Gettex und Xetra). Sparpläne auf ETFs sind bei den meisten Neobroker kostenlos. Schweizer Neobroker Yuh berechnet 0,5% des Handelsvolumens (mindestens 1 CHF).
Welcher Broker ist in der Schweiz verfügbar?
In der Schweiz sind die wichtigsten Broker: Swissquote (größter Schweizer Online-Broker, Vollbank), Yuh (Neobroker von PostFinance und Swissquote), Interactive Brokers (international, sehr günstig), PostFinance (Direktbank). Klassische Schweizer Universalbanken wie UBS, ZKB, Raiffeisen CH und Kantonalbanken bieten ebenfalls Depots an, sind aber deutlich teurer. Deutsche Neobroker wie Trade Republic sind in der Schweiz nicht verfügbar (keine Schweizer Banklizenz).
Was ist die Einlagensicherung bei Wertpapierdepots?
Wertpapiere im Depot (Aktien, ETFs) sind Sondervermögen und im Insolvenzfall des Brokers gesetzlich geschützt — sie gehören dem Anleger, nicht der Bank. Das Cash-Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert: 100.000 Euro in Deutschland (Einlagensicherungsgesetz) und Österreich (FGFE), 100.000 CHF in der Schweiz (FINMA/Einlagesicherung). Einige Banken bieten über freiwillige Sicherungsfonds zusätzlichen Schutz.
Kann ich mit einem deutschen Depot auch Schweizer Aktien kaufen?
Ja. Die meisten deutschen Broker bieten Zugang zu internationalen Handelsplätzen inklusive der SIX Swiss Exchange. Schweizer Aktien wie Nestlé (ISIN CH0038863350), Roche oder Novartis können so gehandelt werden. Es fällt eine Währungsumrechnungsgebühr an (typisch 0,3–1,5% je nach Broker), und für Dividenden aus Schweizer Aktien wird die Verrechnungssteuer (35%) einbehalten. Diese kann über ein DBA-Formular in der deutschen Steuererklärung bis zu 15% angerechnet werden (DE-CH Doppelbesteuerungsabkommen).